Sitzung: 16.06.2014 Schul- und Sportausschuss
Vorlage: 057/2014
Beschluss:
- Der Rat der Stadt Kamen beschlie�gem. �1 Abs. 2 des
Schulgesetzes f�das Land NRW (SchulG) den Teilstandort des zum
01.08.2007 gebildeten Grundschulverbundes Kamen-Heeren-Werve,
Astrid-Lindgren-Schule, St�. Gemeinschaftsgrundschule Kamen,�/span>zum Ende des Schuljahres 2013/14
(31.07.2014) zur� zu nehmen.
- Die Verwaltung wird beauftragt, die gem. �1 Abs. 3 SchulG
erforderliche Genehmigung der Bezirksregierung einzuholen.
- Mit der R�nahme des Teilstandortes ist der bisherige Schulverbund aufgel�.
Die bisherige Stammschule des Schulverbundes f�t mit Beginn des Schuljahres 2014/15 den Namen:
�trid-Lindgren-Schule, St�. Gemeinschaftsgrundschule Kamen�p>
Abstimmungsergebnis: bei 3 Gegenstimmen mehrheitlich angenommen
Herr Br�emann bat um Erweiterung der vorliegenden Beschlussvorlage um einen Punkt 3:
Mit der R�nahme des
Teilstandortes ist der bisherige Schulverbund aufgel�.
Die bisherige Stammschule des Schulverbundes f�t mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 den Namen �trid-Lindgren-Schule, St�. Gemeinschaftsgrundschule Kamen�i>
Laut der Bezirksregierung sei es aus formalen Gr�en zweckm�g, die
k�tige Namens-gebung in das parlamentarische Verfahren mit einzubeziehen.
Inhaltlich werde im �igen auf die Vorlage sowie auf die
Gespr�sf�ung mit der Schule verwiesen. Herr Br�emann verlas in
Abwesenheit von Frau Schulamtsdirektorin Wessels aus ihrer Stellungnahme vom
16.06.2014 im Wortlaut:
�ne zuk�tige Beschulung der beiden Klassen des Teilstandortes am Hauptstandort ist aufgrund der Vorteile f�die Stundenplangestaltung, den Einsatz von Lehrerstunden, die Organisation von Aufsichten und Vertretung sowie die notwendige inhaltliche und fachliche Kooperation der Lehrkr�e daher ausdr�lich zu bef�orten.�o:p>
Dies spiegele, so Herr Br�emann, deutlich das Bef�orten seitens der Schulaufsicht vor dem Hintergrund eines Antrages der Schulkonferenz wider.
Er wies erg�end darauf hin, dass der Tagesordnungspunkt 3
nicht in der Tagesordnung der folgenden konstituierenden Sitzung des Rates am
18.06.2014 erscheine. Aufgerufen werde dieser in der Ratssitzung am 03.07.2014.
Frau Scharrenbach merkte an, dass die CDU-Fraktion in der
Vergangenheit die Entwicklung des Teilstandortes in Heeren-Werve mit dem
Versuch einer perspektivischen �erung diskutiert habe. Es sei bekannt, dass
Eltern wiederholt den Wunsch nach einem Angebot der Offenen Ganztagsgrundschule
am Teilstandort eingebracht h�en, dies jedoch von der SPD nicht
weiterverfolgt worden sei. Im Gegensatz zum Grundschulverbund Heeren-Werve sei
beim Grundschulverbund Kamen-Mitte ein Bustransfer eingerichtet worden, um auch
den Bed�nissen des Zusammenwachsens beider Schulstandorte gerecht zu werden.
Entgegen den Forderungen der Eltern sei dies durch die SPD abgelehnt worden.
Des Weiteren habe durchaus die M�ichkeit bestanden, eine Kooperation
mit der benachbarten F�erschule, der Sonnenschule des Kreises Unna,
beispielsweise im Rahmen der �r�ttagbetreuung, zu pr�n. Die CDU-Fraktion
habe deutlich die Aussagen der Eltern wahrgenommen, dass die Klassen und
Klassengr�n der ehemaligen Schule in der Mark f�Kinder, die in gr�ren
Klassenverb�en der Astrid-Lindgren-Schule nicht zurecht k�n,�/span>kleine gesch�te R�e b�n.
Es seien zudem Sch�rstr� aus dem Ortsteil heraus zur
Astrid-Lindgren-Schule ver�ert worden, zum Teil verbunden mit
Pressemitteilungen, die eine Zukunft des Teilstandorts im Vorfeld der
Anmeldeverfahren in Frage gestellt haben.
Insofern werde der Beschlussvorschlag bei der R�betrachtung in der
Summe dieser Fehl- und ausgebliebenen Entscheidungen seitens der CDU-Fraktion
abgelehnt.
Herr Bucek erkl�e, die Fraktion DIE LINKE / GAL werde der
Beschlussvorlage zustimmen, bitte jedoch um Informationen, inwieweit die
Bef�erung der Sch�r vom Rande des Standortes in Heeren-Werve gew�leistet
sei.
Frau M�er erinnerte an die emotional gef�te Ratssitzung vom
29.09.2011 und die seinerzeit durch die Fraktion B�nis 90 / DIE GR�N
ge�erte Kritik �r die fehlende Wahlm�ich�it der Eltern in Bezug auf die
Erhaltung des Teilstandortes. Man m�e leider zur Kenntnis nehmen, dass hier
im Grunde genommen eine Abstimmung mit den F�n stattge�nden habe. Die
Aufgabe des Teilstandortes sei sehr bedauerlich, da es eine traditionsreiche
und sch� Schule mit den von Frau Scharrenbach vorgebrachten kleinen und
gesch�ten R�en f�Kinder sei. Unter Betrachtung der Sch�rzahlentwicklung
insgesamt in Heeren-Werve sehe auch die Fraktion B�nis 90 / Die GR�N beim
besten Willen keine M�ichkeit, wie dort ein zweiter Standort zu realisieren
sei. Insofern sehe man sich gezwungen, dies zu akzeptieren und der
Beschlussvorlage zuzustimmen.
Es stellten sich hier nat�ich zwangsl�ig die Fragen, was mit diesem
Standort und dem Geb�e passiere.
Herr Heidler merkte an, dass Frau M�er bereits einiges
vorweggenommen habe, er jedoch im Wesentlichen auf die Einlassungen von Frau
Scharrenbach reagieren wolle. Es habe sich hierbei um Diskussionen gehandelt,
die in den letzten f� Jahren wiederholt gef�t worden seien und es insofern
nicht lohne, hierauf in s�lichen Punkten einzugehen. Das Entscheidende, und
da schlie�er sich seiner Vorrednerin an, sei die Sch�rzahlenentwicklung.
Die SPD-Fraktion habe, so lange es eben m�ich gewesen sei, alles unternommen,
um diesen Teilstandort zu erhalten. Es sei gesagt und eingehalten worden, dass
sofern es Kinder g�, die an diesem Teilstandort beschult werden und einen
dortigen Verbleib w�chen, der Standort Bestand habe. Demgegen�r st�e nunmehr
die Forderung der Schulkonferenz, unter Beteiligung von Eltern und Schule, eben
diesen Standort zu schlie�. Letztendlich basiere die Schlie�g auf den
Argumenten, die in den letzten f� Jahren bereits diskutiert worden seien. Es
sei enorm schwierig, die in der Beschlussvorlage aufgegriffenen Gr�e
p�gogisch als auch personaltechnisch zu erf�en. Umliegend seien nur wenige
Kinder wohnhaft, so dass der Vorschlag der CDU-Fraktion, in irgendeiner Form
Kinder an den Teilstandort zu �rweisen nicht zielf�end sei. Das ebenfalls
von der SPD-Fraktion vertretene Motto �rze Beine, kurze Wege�reife hier
bedauerlicherweise nicht. Es habe jedoch stets eine offene und transparente
Diskussion stattgefunden.
Herr Br�emann wies
hinsichtlich der Sch�rfahrkosten darauf hin, dass es f�die entsprechende
Kosten�rnahme�/span>bereits eine Nachfrage
bzw. einen Pr�ngsauftrag durch die Schulkonferenz gegeben habe. Die
Sch�rfahrkostenverordnung treffe klare Regelungen hinsichtlich der
Entfernungsgrenzen. Hier werde in der Verwaltungspraxis bereits auf den Meter
genau vermessen. Dies k�e im Einzelfall ebenso zu schwierigen, weil in
letzter Konsequenz ablehnenden, Entscheidungen f�en. Der Beschluss einer
freiwilligen Leistung mit einer Differenz von mehreren hundert Metern sei
insofern rechtlich sehr bedenklich und schaffe Pr�denzfallentscheidungen. Die
Verwaltung habe daher entschieden, dass eine Kosten�rnahme nicht erfolge,
sondern vielmehr die Sch�rfahrkostenverordnung fortlaufend stringent greife.
In Beantwortung der Frage von Frau M�er mit Blick auf die
zuk�tige Nutzung des Schul�b�es f�te Herr Br�emann aus, dass
es sich hierbei bekannterma� um ein Geb�e des Kreises Unna handle. Zur
Vermeidung eines finanziellen Bewirtschaftungsaufwandes im kommenden
Haushaltsjahr sei man nat�ich bem�, sich aus dem mit dem Kreis Unna
geschlossenen Vertrag zu l�n. Ob dies gelinge, sei aufgrund �rschrittener
K�igungsfristen fraglich.
Herr Eckardt verlas Punkt 3 der Beschlussvorlage �amensgebung
der Astrid-Lindgren-Schule ab dem Schuljahr 2014/2015 �rneut.
