TOP Ö 3: Sachstandsbericht der Verwaltung zur Hertie-Immobilie

Herr Hupe teilte mit, dass ihn tags zuvor die Nachricht erreichte, dass die Verträge bereits in London sowohl in englischer als auch in deutscher Übersetzung vorliegen und es binnen der nächsten zwei Wochen womöglich zu einer Entscheidung komme, ob der Pachtvertrag, zwischen einem Investor und der Finanzgruppe Dawnay Day unterschrieben werde.

Die Verträge seien mit einem Ankermieter aufgesetzt worden, dessen Sortiment sich gut in das Einzelhandelsgefüge der Innenstadt einpasse und der den Einzelhandelsstandort neu beleben werde.

Er wies darauf hin, dass allein wirtschaftliche Interessen oberstes Ziel der Finanzgruppe in London seien. Diese habe kein Interesse an städtebaulichen Fragen oder an der Verbesserung der Nahversorgung der Kamener Bürger.

Das Parkdeck, so Herr Hupe weiter, solle in Kürze wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden, man warte lediglich auf die Schlüsselübergabe. Verkehrssicherungspflichten übernehme die Stadt.

 

Auf Anfrage von Herrn Grosch erklärte Herr Hupe, dass die Stadt nur als Vermittler tätig sei und nach Vertragsunterzeichnung kurzfristig Baurecht schaffen werde, damit der Investor noch dieses Jahr zumindest mit der Sanierung im Inneren des Gebäudes starten könne.

 

Auf Nachfrage von Frau Schaumann, ob der Verwaltung der Investor und das Sortiment bekannt seien, gab Herr Hupe zur Antwort, dass man bei potentiellen Ansiedlungen immer Stillschweigen vereinbare und erst nach  Vertragsabschluss in die Öffentlichkeit gehen könne. Indiskretionen bei derartigen Wirtschaftsangelegenheiten wirken sich immer kontraproduktiv aus.

Seine persönliche Meinung sei, dass, wenn das Konzept zum Tragen komme, es der Stadt als Handelsstandort qualitativ nutze.

 

Herr Kissing merkte an, dass die Stadt lange gebraucht habe, um zu wissen, was mit dem Gebäude geschehe. Dies resultiere zum einen aus den Schwierigkeiten im Detail, insbesondere durch die Beschaffenheit des Gebäudes und durch die verzwickte Unternehmensstruktur. Man solle die Zukunft des Gebäudes nicht zu pessimistisch sehen, letztlich seien die Rahmenbedingungen nicht schlecht; die Lage sei interessant und es seien genügend Parkplätze vorhanden.