TOP Ö 3: Koordinierungsstelle bei der WFG
Bericht der Verwaltung

Frau Grothaus gab einen Rückblick über die Entwicklung der Einrichtung einer Koordinationsstelle bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Sie berichtete, dass die Gremien der WFG dem Konzept „Zukunftsmodell zur Förderung der Beschäftigungspotenziale von Frauen im Kreis Unna“ unter der Voraussetzung der Bewilligung von Landesmitteln und der Bereitstellung von Eigenmitteln des Kreises zugestimmt haben. Unter Federführung der WFG sei Ende 2007 im Rahmen des Wettbewerbs „Gründung.NRW“ ein entsprechender Projektantrag beim Land gestellt worden. Dieser Antrag sei im Februar diesen Jahres abgelehnt worden. Kurzfristig bestehe keine Aussicht auf andere Fördermöglichkeiten. Frau Grothaus erklärte weiter, dass der Kreistag daraufhin am 11. März beschlossen habe, der WFG zur Einrichtung dieser Stelle für 1 Jahr Mittel in Höhe von 80.000 € auch ohne Landesförderung zur Verfügung zu stellen. Der Aufsichtsrat der WFG habe sich aufgrund des komplexen Aufgabengebietes dafür ausgesprochen, eine auf 3 Jahre befristete Stelle einzurichten. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion sei in der Sitzung des Kreistages am 03.06.2008 jedoch mehrheitlich abgelehnt worden. Frau Grothaus gab an, dass sie diese Entscheidung außerordentlich bedaure, da so eine Chance vertan werde, die Förderung der Frauenerwerbstätigkeit im Kreis Unna längerfristig zu verankern. Sie gab zu bedenken, dass auch die Anzahl der Bewerbungen geringer ausfallen werde als bei einer auf drei Jahre ausgeschriebene Stelle. Irritiert sei sie über das Abstimmungsergebnis, da sich z.B. in Kamen alle Fraktionen positiv über die Bemühungen, eine kreisweite Lösung gemeinsam mit der WFG zu finden, geäußert haben. Sie hoffe jetzt im Sinne der Frauen, dass die Chance gewahrt bleibe, diese Stelle im nächsten Jahr zu verlängern.

 

Frau Schaumann gab an, dass sie als Kreistagsmitglied diese Entscheidung voll unterstütze, da der Haushalt des Kreises nicht genehmigt sei und eine solche Ausgabe für weitere zwei Jahre aus ihrer Sicht nicht zu vertreten sei. Außerdem habe sich keine Fraktion dafür ausgesprochen, diese Stelle im nächsten Jahr nicht weiter zu führen.

 

Frau Hartig wies daraufhin, dass im Kamener Rat alle dafür gewesen seien, diese Aufgabe kreisweit weiterzuführen und bei der WFG anzusiedeln. Sie könne diesen Beschluss des Kreistages nicht nachvollziehen, denn er sei politisches Kalkül und keine Politik für Menschen.

 

Frau Schaumann erwiderte, dass sie erstaunt sei, dass der Haushalt für die SPD keine Relevanz mehr habe. Das sei in der Kreistagssitzung im März noch anders gewesen.

 

Frau Mann zeigte sich irritiert über diese Entscheidung, die nicht dazu führen werde, zeitnah bestimmte Angebote für Frauen machen zu können. Jeder, der schon mal Anträge gestellt habe, wisse, um welches schwierige Geschäft es sich hierbei handelt. Eine längere Einarbeitungszeit sei deshalb unerlässlich. Bei einer einjährigen Befristung könne deshalb nicht mit großen Ergebnissen gerechnet werden.