TOP Ö : Sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Entwicklungsstörungen in der Sekundarstufe I

Beschluss:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, bezüglich der Einrichtung einer Schule E für die Sekundarstufe I, Gespräche mit dem Kreis Unna aufzunehmen.

 


Abstimmungsergebnis: bei 8 Enthaltungen einstimmig angenommen

 


Die Beschulung von Schülerinnen und Schülern aus Kamen mit Entwick­lungsstörungen in der Primarstufe erfolge, so Herr Flaskamp, seit Jahren in der Stammschule E. Schulträger für diese Schule sei der Kreis Unna. Es sei jedoch festzustellen, dass für den Bereich der Sekundarstufe I auch ein dringender Handlungsbedarf bestehe. Mit der Stadt Bergkamen und der Gemeinde Bönen seien bereits interkommunale Gespräche geführt worden, um ab­gestimmte Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Andere Städte im Kreis Unna hätten jedoch signalisiert, dass sie keinen Bedarf sehen. Ein Einzelvorstoß des Mittelkreises könne jedoch nicht empfohlen werden. Mit dem Kreis Unna sollten daher Verhandlungen zur Erarbeitung eines kreisweiten Gesamtkonzeptes geführt werden.

 

Herr Rickwärtz-Naujokat stellte für die SPD-Fraktion den Sachantrag, die Verwaltung zu beauftragen, bezüglich der Einrichtung einer Schule E für die Sekundarstufe I Gespräche mit dem Kreis Unna aufzunehmen. Er begründete diesen Antrag damit, dass die Notwendigkeit der Einrichtung einer Schule E für die Sekundarstufe I anerkannt werde. Eine solche Schule biete besondere Förderung und Zuwendung für Schülerinnen und Schüler, die Entwicklungs­störungen und Verhaltensauffälligkeiten auf­zeigen. Hier bestehe die Möglichkeit, diese in Kleingruppen so zu betreuen, dass ihnen eine optimale Entwicklungsmöglichkeit geboten wird, um Auffälligkeiten abzubauen.

 

Herr Hasler erklärte, dass aufgrund der vorgetragenen Argumentation seitens der Verwal­tung der Antrag als gegenstandslos zu erklären sei, da bereits in den einleitenden Ausfüh­rungen der Verwaltung zum Ausdruck gebracht wurde, mit dem Kreis Unna entsprechende Gespräche zu führen.

Zur Sachfrage sagte Herr Hasler, dass im Übrigen ein Ausbau der bereits vorhandenen Standorte der Schule E in Unna und Lünen zu favorisieren sei, soweit eine Ausbaufähigkeit bestehe.

 

Es stehe jeder Fraktion frei, so Herr Flaskamp, einen Sachantrag zu stellen. Eine entspre­chende Beschlussfassung würde im Übrigen die Dringlichkeit unterstreichen.

Eingehend auf die weiteren Ausführungen des Herrn Hasler teilte Herr Flaskamp mit, dass die beiden vorhandenen Standorte der Schule E im Kreis Unna an ihre Grenzen angelangt seien und im Übrigen eine Zusam­menfassung aus pädagogischer Sicht nicht sinnvoll sei. Er betonte noch­mals, dass es nicht Ziel sein könne, nur eine Schule E für die Sekundar­stufe I im Kreisgebiet einzurichten.

 

 

 

Herr Kissing begrüßte den Weg zu einer kreiseinheitlichen Konzeption auch aus Gründen der finanziellen Auswirkungen. Der dringende Bedarf zwinge zum Handeln. Befremdlich sei jedoch der Umgang mit der The­matik im Schul- und Sportausschuss. Da es sich offensicht­lich um eine langjährige Entwicklung handelt, sei eine vorherige Information des Ausschus­ses angezeigt gewesen.

 

Der Weg zur Einrichtung einer Schule E in der Sekundarstufe I werde, so Herr Flaskamp, noch sehr lang sein. Über die mit dem Kreis Unna geführten Verhandlungen werde die Ver­waltung voraussichtlich nach der Sommerpause berichten können.

 

Herr Goehrke begrüßte die Vorlage der Verwaltung, da der Sachverhalt lange bekannt sei. Das Ergebnis der Vorlage bezeichnete er jedoch als etwas unklar, da offen bleibe, welche Lösung durch die Verwaltung favorisiert würde. Der Ausschuss sollte sich daher bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Alternative festlegen.

 

Die Festlegung auf eine Alternative sei nach Auffassung von Herrn Hasler ohne weitere In­formationen derzeit nicht möglich. Da die Verwaltung nach der Sommerpause über die weite­ren Gespräche informieren wolle, sei der Antrag der SPD-Fraktion überflüssig.

 

Wenn ein Beschluss zum derzeitigen Zeitpunkt für die Verwaltung hilfreich sei, erklärte Herr Bremmer, sollte bereits jetzt ein Beschluss gefasst werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Fraktionen wäre jedoch förderlich gewesen.