TOP Ö 6: Mitteilungen der Verwaltung und Anfragen

 

Mitteilungen

 

  1. Mehrgenerationenhaus der Familienbande

 

Frau Kappen erklärte, dass die Familienbande neben der Unterhaltung einer Kindertagesein­richtung auch den Schwerpunkt und wichtigen Baustein eines Mehrgenerationenhauses inne habe.

Das Mehrgenerationenhaus werde durch den Bund bisher mit 30.000 € (seit diesem Jahr auf 40.000 € erhöht) gefördert. Der für die Förderung notwendige kommunale Eigenanteil belaufe sich auf zusätzliche 10.000 €.

 

Es gebe jetzt einen neuen Aufruf des Bundes Fördermittel für das Jahr 2021 und die Folgejahre bis 2028 zu beantragen. Die Verwaltung werde gerne den kommunalen Eigenanteil von 10.000 € auch weiterhin tragen und mit in den Haushalt einstellen. Dieses Vorhaben müsse sowohl vom JHA als auch vom Rat mitgetragen werden.

 

Die SPD-Fraktion werde dieses Vorhaben aufgrund der guten Arbeit der Familienbande bei entsprechender Abstimmung unterstützen, so Frau Bartosch.

 

 

  1. Sozialdienstleister-Einsatzgesetz - (SodEG)

 

Das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz - SodEG wurde am 27.03.2020 von der Bundesregierung verabschiedet, so Jugendamtsleiter Herr Gibbels. Ziel dieses Gesetzes sei es, Sozialdienstleister und damit auch schuldienstnahe Dienstleister in Zeiten von Covid19 zu unterstützen. Die Dienstleister werden mit 75% der bisherigen Leistungen unterstützt. Diese Leistungen werden pauschal an die Träger ausgezahlt.

Herr Gibbels halte dieses Gesetz für sehr sinnvoll, da hierdurch die Träger weiterhin unterstützt werden und nach erneuter Öffnung der Schulen direkt wieder an den Start gehen können. In Kamen habe beispielsweise schon der Mensaverein von dem Gesetz profitiert, der ohne diese Unterstützung in große finanzielle Schwierigkeiten gekommen wäre.

 

 

  1. Förderung der Jugendpflege

 

Herr Gibbels erklärte, dass sich die Förderung der Jugendpflege auf die freien Träger beziehe, die für dieses Jahr Mittel und Fahrten angemeldet haben und aufgrund der derzeitigen Lage nicht stattfinden können. Viele Kinder können diese Maßnahmen nicht nutzen und genießen, gleich­zeitig haben jedoch die freien Träger anfallende Kosten. Der Schaden werde geringer gehalten, da über eine Pauschale der einzelnen Teilnehmer/innen einige Kosten übernommen werden können.

 

Frau Kappen ergänzte, dass man auch hier probiere, Strukturen in der schwierigen Zeit zu er­halten, um hoffentlich im nächsten Jahr wieder Fahrten und Aktionen anbieten zu können. Dies sei ein kleiner, jedoch nicht unwesentlicher Bereich.  

 

 

  1. ASD in Zeiten von Covid19

 

Gruppenleitung Frau Klein-Vehne berichtete über die Arbeit des allgemeinen sozialen Dienstes im Lock down. Der ASD und der Pflegekinderdienst wurden in ein gemeinsames Team gefasst und haben wochenweise im mobilen Arbeiten von zu Hause aus und im Front- und Backoffice vor Ort gearbeitet, um die Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Vorab habe man die Familiensituationen gemeinsam bewertet und eingeschätzt und im Verlauf die ambulanten Hilfen mit den Stunden angepasst.

Hausbesuche haben nur noch zur Untersuchung von Kindeswohlgefährdungen stattgefunden, ansonsten wurde sich in Absprache im Freien getroffen.

Auch Telefon- und Videokonferenzen haben erstaunlich gut funktioniert, viele Familien seien kreativ und bereitwillig gewesen.

 

Ein neues in den Familien zu Konflikten und bis zu Inobhutnahmen führendes Thema sei das Homeschooling.

 

Insgesamt bewertete Frau Klein-Vehne die Arbeit und Umstellung im Homeoffice als gelungen. 

 

Frau Kappen wies auf die unglaubliche Verantwortung und Herausforderung der Kolleginnen und Kollegen in dieser Zeit, die Situationen abzuschätzen, hin.

 

Herr Gibbels knüpfte an das von Frau Kappen Gesagte an und verdeutlichte die Höchstleistung auch in der Abteilung der Kindertageseinrichtungen und bedankte sich bei seinen Mitarbei­ter/innen. Täglich habe man Meldung an das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen weitergeben müssen. Die Zahlen der Notbetreuung stiegen in den letzten Wochen und Monaten stark.

 

 

  1. Veranstaltungen 2020 – Nachholtermine

 

Frau Börner hob insbesondere folgende abgesagte Veranstaltungen hervor, die unter Vorbehalt der Entwicklungen und unter Einplanung der Abstands- und Hygienevorgaben in die zweite Jahreshälfte verschoben werden sollen.

 

Für den 31.03.2020 war normalerweise der Fachtag OGS als Auftakt des Qualifizierungspro­zesses geplant, der nun in den September geschoben wurde.

Derzeit arbeite man im Bereich des Präventionskonzeptes am Übergang Kita – Schule. Dieses Jahr war erstmals eine Jahreskonferenz vorgesehen, die fortan jährlich stattfinden solle. Diese Veranstaltung solle im Oktober nachgeholt werden, da sie wichtig sei, um die Arbeit fortsetzen zu können.

Die Präventionskonferenz werde wahrscheinlich aufgrund der Dichte der Veranstaltung auf An­fang des Jahres 2021 verschoben.

Die Sitzung des Netzwerkes „Frühe Hilfen“ fiel in der ersten Jahreshälfte aus und gehe weiter mit der nächsten regulären Sitzung.

 

Frau Börner hofft auf eine ausgewogene Weiterarbeit in der zweiten Jahreshälfte.

 

 

  1. Ferienfunkalender 2020

 

Herr Gibbels wies auf den anders als in den Vorjahren gestalteten Ferienfunkalender hin (für die Ausschussmitglieder als Tischvorlage vorhanden). Große Veranstaltungen wie zum Beispiel Mini Kamen, müssen in diesem Jahr leider ausfallen. Trotz der großen Herausforderungen und Vor­gaben sei ein attraktives Angebot, welches möglichst viele Kinder anspreche, geschaffen worden.  

 

Die Ausschussvorsitzende Frau Klanke dankte den Mitarbeiter/innen für die Mühe und sprach sich dafür aus, das Programm auch im Umkreis weiterzugeben, um Anregungen zu schaffen.

 

 

Anfragen

 

Es lagen keine Anfragen im öffentlichen Teil vor.