TOP Ö 3.1: Bericht des Schulamtes für den Kreis Unna und des Sprechers der Schulleitungen zu den Grundschulen

Schulrätin Frau Schroeter berichtete über die Situation der Kamener Grundschulen (Anlage 1 der Niederschrift).

 

Im Anschluss erläuterte Herr Kleinschnitger die Situation der Grundschulen aus Sicht der Schulleitungen (Anlage 2 der Niederschrift).

 

Herr Heidler bedankte sich bei den Vortragenden und bat Herrn Kleinschnitger eine Konkreti­sierung seiner Berechnungsgrundlage für die fehlenden bzw. unzureichenden Geldmittel bei den Lehrmitteln nachzureichen, da die Aussage sonst nur lose im Raum stehen würde und man dies bei den Haushaltsmittelgesprächen sonst nicht berücksichtigen könne.

 

Weiterhin erfragte er, ob es mittlerweile Erfahrungswerte mit ausgebildeten Gymnasialleh­rer/Innen an Grundschulen gäbe.

 

Frau Schroeter erklärte dazu, dass es in Bergkamen eine Lehrkraft gebe, die von dem 2 –jährig begrenzten Angebot Gebrauch gemacht habe. Diese habe aber auch bereits angekündigt, dass sie nach den zwei Jahren die feste Zusage zum Wechsel an ein Gymnasium wahrnehmen werde. Sie wisse aber aus anderen Schulbezirken, dass es Seiteneinsteiger gebe, die als Gymnasial­lehrer weiter an der Grundschule verbleiben wollen. Die Nachfrage sei aber bisher gering. Aller­dings müsse auch immer geprüft werden, ob Stellen an Grundschulen für Seiteneinsteiger ge­öffnet werden können. Man warte aktuell auf die Zahlen der von der Bezirksregierung Arnsberg zugewiesenen Stellen und schaue, ob Personal von den vor dem Abschluss stehenden Lehr­amtsanwärter z.B. in Dortmund gewonnen werden könne.

 

Herr Eisenhardt bedankte sich für die Ausführungen und gab zu verstehen, dass er die Digitali­sierung nicht als 4. Kulturtechnik sehe und dies abzuwarten sei. Zudem erkundigte er sich, ob die Stellen für Sonderpädagogen voll besetzt seien oder wie die Verteilung dort zu sehen sei. Des Weiteren erfragte er, wie das gemeinsame Lernen im Bereich sozialen und emotionalen För­derbedarfe funktionieren würde und wie man in Kamen personell aufgestellt sei.

 

Frau Schroeter erläuterte dazu, dass die Stellen für Sonderpädagogen aktuell auskömmlich besetzt seien. Ob dies bei Ausscheiden von Sonderpädagogen weiterhin gegeben sei, könne man aktuell jedoch nicht absehen. Dazu müsse zunächst abgewartet werden wie viele Sonderpäda­gogen ausgebildet würden. Man müsse dabei unterscheiden, dass Integrationshelfer keine Sonderpädagogen seien und dies nur ein Zusatzangebot darstelle, das über die Kommunen gesteuert werde. Das gemeinsame Lernen funktioniere in dieser Hinsicht.

 

Herr Kleinschnitger ergänzte dazu, dass es natürlich immer Verbesserungsmöglichkeiten gebe und auch mehr Personal wünschenswert wäre. Das gemeinsame Lernen sei aber unter den gegebenen Rahmenbedingungen umzusetzen.

 

Herr Stalz bedankte sich für die Informationen und erkundigte sich, ob an Kamener Schulen auch nicht ausgebildete Lehrkräfte unterrichten würden. Zudem bat er um Rückmeldung wie die zu­künftige Entwicklung unter Berücksichtigung des OGS-Ausbaus und der Altersfluktuation zu sehen sei. Abschließend erkundigte er sich wie die Anbindung mit digitalen Medien funktioniere.

 

Frau Schroeter erklärte, dass die Lage bei der Stellenbesetzung weiterhin angespannt sei, da es nicht genügend ausgebildete Lehrer auf dem Stellenmarkt gebe. Im Kreis Unna sei es bisher noch möglich gewesen die Stellen zu besetzen, da es immer noch Bewerbungen gebe. Im Sonder­pädagogischen Bereich sei dies anders. Ausschreibungen enden dort fast immer ohne dass eine Bewerbung vorliege. Die Stellen blieben dann unbesetzt. Bisher sei Kamen davon aber nicht betroffen. Eine Prognose für Mai oder August dieses Jahres sei aber nicht möglich. Weiterhin informierte sie darüber, dass in Kamen aktuell zwei Seiteneinsteiger mit abgeschlossenem Stu­dium an Schulen arbeiten würden.

 

Frau Kappen informierte darüber, dass die Grundschulen das geforderte Medienkonzept ent­wickelt hätten und man nun auf die Genehmigung des Haushaltes zur Abrufung der kommunalen Mittel warte. Sobald die Weiterführenden Schulen ihre Medienkonzepte entwickelt hätten, würden auch die Mittel aus dem DigitalPakt abgerufen.